Grenz-Echo [30.05.2008]

Teile der Opposition dagegen / Warten auf das Energie-Audit

Mehr Heizöl für Sporthalle Büllingen

http://www.grenzecho.net/includes/artikel_bild.asp?id=%7b248BB314-11F9-4FA4-8259-39FB1FD4E6D4%7d&format=mittelDer hohe Heizölverbrauch der Sporthalle Büllingen (Foto) war am Mittwochabend Gegenstand einer Diskussion zwischen Mehrheit und Opposition im Büllinger Gemeinderat.

Büllingen

Keine ungeteilte Zustimmung im Büllinger Gemeinderat fand am Mittwochabend der Vorschlag der Ratsmehrheit, der Sporthalle Büllingen in diesem Jahr 2500 Liter Heizöl mehr zu gewähren als den Sporthallen in Rocherath und Manderfeld.

Bisher war es so, dass die Gemeinde den drei Hallen jährlich jeweils 5000 Liter Heizöl zur Verfügung stellt. Da die Sporthalle in Büllingen aber größer als die beiden anderen und der Verbrauch deutlich höher sei, schlug Sportschöffe Wolfgang Reuter vor, hier 7500 Liter zu gewähren, um dem Verwaltungsrat der Büllinger Sporthalle unter die Arme zu greifen. So könne auch verhindert werden, dass die Stundenpreise für die Mieter der Sporthalle ins Unermessliche steigen.

»Energieschleuder«

Jenny Möres (FBB) fragte unterdessen, warum keine Maßnahmen zur besseren Isolierung der Sporthalle ergriffen würden, wo doch allgemein bekannt sei, dass diese eine »Energieschleuder« sei. Sie verwies auch auf die Praxis in der Sporthalle Rocherath, wo die Halle nach Bedarf abgetrennt werde, um Heizkosten zu sparen. Der Sportschöffe entgegnete, dass dieses Thema ebenso wie der Bau einer neuen Heizanlage bereits in der Örtlichen Kommission zur Ländlichen Entwicklung (ÖKLE) thematisiert worden sei.

Dieter Fickers (FBB) konnte sich dennoch überhaupt nicht mit dem Vorschlag des Kollegiums anfreunden, da in Rocherath und Manderfeld sehr wohl energiesparende Maßnahmen ergriffen würden. So werde der Heizölverbrauch dort quasi täglich kontrolliert. In Büllingen sei dies offensichtlich nicht der Fall. Bürgermeister Friedhelm Wirtz und Umweltschöffe Herbert Rauw widersprachen dieser Darstellung und riefen dazu auf, die Problematik in aller Sachlichkeit anzugehen. In Büllingen mache der Verwaltungsrat auch seine Arbeit, so Wirtz, »doch hat es hier von Anfang an Probleme mit der Heizung gegeben, weil diese viel zu groß konzipiert worden und der Verbrauch entsprechend hoch ist«, fügte Rauw hinzu.

Audit

Bevor Baumaßnahmen im Hinblick auf eine bessere Isolierung des Gebäudes in Angriff genommen werden sollen, wolle man das Ergebnis des Energie-Audits abwarten, in dem die drei Sporthallen prioritär behandelt würden.

Doch die Opposition blieb bei ihrer Kritik. Walter Velz monierte, dass dieses Problem seit Jahren bekannt sei, aber nie etwas unternommen worden sei. Berni Collas begründete seine Enthaltung damit, dass die Erhöhung des Heizkostenzuschusses keine strukturelle Lösung des Problems darstelle. Der Tagesordnungspunkt wurde schließlich mit den Stimmen der Mehrheit, bei drei Nein-Stimmen und fünf Enthaltungen aus der Opposition angenommen.(arco)


 

 

Grez-Echo [30.05.2008]

Durchwachsene Erträge aus Holzverkauf

400 000 Euro für den Wegeunterhalt

Büllingen

Die Gemeinde Büllingen wird in diesem Jahr 400 000 Euro in den Unterhalt der Gemeinde- und Waldwege investieren. Das Programm umfasst Teerungen für 120000 Euro, Asphaltarbeiten für 157000 Euro und Schlammage-Arbeiten für 122000 Euro.

Zwecks Auswahl der auszubessernden Wege hatte Bauschöffe Willy Heinzius eine Rundfahrt durch die Gemeinde organisiert. Das Programm sei alsdann in einer konstruktiven und sachlichen Sitzung der Baukommission konkret ausgearbeitet worden.

Walter Velz (Fraktion FBB) meinte, dass die vom Kollegium ausgewählten Wege allesamt ausbesserungswürdig seien, doch gelte dies auch für eine Reihe anderer Wege in der Gemeinde. »Es darf jetzt nicht der Eindruck erweckt werden, dass alle Wege nach diesen Arbeiten in Ordnung sind Dies sei völlig klar, entgegnete Bürgermeister Friedhelm Wirtz, der dem kommunalen Wegenetz einen allgemein guten Zustand bescheinigte, »doch sind uns budgetär nun mal Grenzen gesetzt«. Jenny Möres (FBB) begrüßte unterdessen, dass 50000 Euro mehr als ursprünglich vorgesehen für den Wegeunterhalt locker gemacht worden seien.

Bei dem jüngst in Manderfeld nachgeholten Herbstholzverkauf erzielte die Gemeinde Büllingen für eine veräußerte Holzmenge von 23729 Festmetern einen Ertrag von 1038744 Euro. »Die Preise sind nicht begeisternd, weil die Holzwirtschaft zurzeit in einer schwierigen Situation steckt«, so Forstschöffe Herbert Rauw.

Die Preise für Starkholz seien gegenüber dem Vorjahr um zehn bis 15 Euro gesunken, hieß es weiter. Allerdings habe man im Vergleich zu den Nachbargemeinden und dem Verkauf aus den Staatswaldungen noch recht gut abge- schnitten.(arco)


Grenz-Echo [30.05.2008]

Jährliche Mieteinnahmen der Gemeinde Büllingen auf 37 800 Euro erhöht

Windpark Bolder-Biert geht Ende des Jahres ans Netz

http://www.grenzecho.net/includes/artikel_bild.asp?id=%7bC18DB657-42FE-47B0-8556-BF4E598094BB%7d&format=mittelDie Gemeinde Büllingen geht davon aus, dass der Windpark auf Bolder-Biert noch vor dem Jahresende betriebsbereit sein wird. Erste Erdarbeiten auf dem Gelände zwischen Mürringen und Losheimergraben (Foto) waren bereits im vergangenen Herbst in Angriff genommen worden.

Von Arno Colaris

Büllingen

Der Windpark der Gemeinde Büllingen auf Bolder-Biert kann voraussichtlich Ende diesen Jahres in Betrieb genommen werden. Die sechs Windräder sollen der Gemeinde jährlich insgesamt 37 800 Euro Mieteinnahmen einbringen.

Einstimmig verabschiedete der Gemeinderat am Mittwochabend die Abänderung eines diesbezüglichen Ratsbeschlusses vom 17. Juni 2003, weil zwei Windräder gegenüber dem Ursprungsprojekt neu eingepflanzt werden müssen. Folgerichtig mussten auch die Zufahrtswege verlegt und neu vermessen werden.

Nachverhandlungen

Das Gemeindekollegium nutzte außerdem die Gelegenheit, bezüglich der Mieterträge Nachverhandlungen mit dem Betreiber des Windparks, dem Stromkonzern Electrabel, zu führen, da sich die Rahmenbedingungen für die Windenergie in jüngerer Zeit deutlich verbessert haben. Wie der zuständige Schöffe Herbert Rauw erläuterte, ist Electrabel bereit, jährlich rund 8400 Euro mehr zu zahlen als ursprünglich vorgesehen. Electrabel zählt jährlich pro Windrad 6000 Euro als Vergütung für das Überbaurecht und weitere 300 Euro pro Windrad für die Pflege des Geländes (Einzäunung, Zufahrtswege usw.). Dies sei eine marktgerechte Anpassung gegenüber dem Ursprungsangebot, wenn man dieses mit den Erträgen etwa der Windparks der benachbarten Gemeinden Amel und Bütgenbach vergleiche.

Kleckerbeträge?

Unter Hinweis auf das Angebot, das der Stadtgemeinde St.Vith für den geplanten Windpark Emmelser Heide vorliegt, sprach Walter Velz (Fraktion FBB) von »Kleckerbeträgen«, die Electrabel hier zu zahlen bereit sei, doch schränkte Herbert Rauw ein, »dass unser Windpark bald ans Netz geht, der in St.Vith aber noch lange nicht«. Mit anderen Worten: Es bleibe abzuwarten, ob die genannten Pachterträge auch tatsächlich in St.Vith fließen werden.

Ferner bemerkte Walter Velz, dass die Anrainer sich erst jetzt, wo die Erdarbeiten begonnen haben, wirklich bewusst würden, wie nahe die Windkraftanlagen tatsächlich an ihre Häuser heranreichen werden. Hier erwiderte der Umweltschöffe, dass die Gemeinde ausreichend Öffentlichkeitsarbeit in dieser Sache betrieben und mit der Abhaltung von zwei Bürgerversammlungen, zu denen insbesondere die Bürger aus Mürringen und Hünningen eingeladen worden seien, ihre Pflicht getan habe. »Wir sitzen jetzt auf einem Zug, der nicht mehr zu stoppen ist

Rauw zeigte sich allerdings überzeugt, dass sich die Beeinträchtigungen der Lebensqualität durch den Windpark, sei es durch Schattenwurf oder Lärmbelästigung, durch den Mindestabstand von 500 Metern zum nächstgelegenen Wohnhaus in einem vertretbaren Rahmen bewegen werden.

Der Bau des Windparks soll im Oktober in Angriff genommen werden. »Wenn alles planmäßig verläuft, können die Windkraftanlagen noch vor dem Jahreswechsel ans Netz gehen«, so Bürgermeister Friedhelm Wirtz.


 

Grenz-Echo [30.05.2008]

Fragestunde im Büllinger Gemeinderat

Die Wirtschaftsförderung hat viele Facetten

Büllingen

Die Wirtschaftsförderung ist ein regelmäßig wiederkehrendes Thema im Büllinger Gemeinderat. Am Mittwochabend war sie Gegenstand einer Frage von Ratsmitglied Jenny Möres (FBB) an das Gemeindekollegium. Vor dem Hintergrund des Mangels an Industrieflächen in der Gemeinde wollte Möres wissen, ob das Kollegium bereit sei, das von der Fraktion FBB ausgearbeitete 14-Punkte-Programm zur Wirtschaftsförderung in der Gemeinde Büllingen auf die Tagesordnung des zuständigen kommunalen Ausschusses zu bringen.

Dem stimmte Bürgermeister Friedhelm Wirtz zu, verwies in seiner Antwort aber auf die zahlreichen Maßnahmen im Bereich der Wirtschaftsförderung, die bereits durch die Gemeinde in die Wege geleitet worden seien. Es stimme, dass man sich in der jüngeren Vergangenheit mit der Ausweisung neuer Gewerbeflächen schwer getan habe, doch zurzeit liefen viele Gespräche, »und es gibt Chancen, dass wir irgendwann eine Erfolgsmeldung verbuchen können«. Der Bürgermeister nannte auch die Auszahlung der Geburtsprämie von 100 Euro in Form von Gutscheinen, die nur in Büllinger Geschäften eingelöst werden können, den Zuschuss auf Feuermelder nach dem gleichen Prinzip oder die Bereitstellung von günstigem Pachtland für Landwirte. »All das sind auch Maßnahmen zur Wirtschaftsförderung

Ferner dürfe man nicht aus den Augen verlieren, dass Büllingen mit 3,4 Prozent die niedrigste Arbeitslosenrate Belgiens habe. »Wir haben quasi Vollbeschäftigung, worüber wir sehr glücklich sein dürfen Akzente könne man jedoch in der Ausbildung setzen, um dem Facharbeitermangel entgegen zu wirken.

Infoblatt

In einer weiteren Frage schlug Jenny Möres vor, die Herausgabe des Infoblattes der Gemeinde an eine externe Firma zu übergeben, die dieses wiederum durch Werbung finanzieren könne. Doch der Bürgermeister lehnte dies ab, da man so den Vereinen, die ebenfalls auf Sponsoren angewiesen sind, das Wasser abgrabe. Im Übrigen könne die Gemeindekasse die Herausgabe des Infoblattes verkraften.

Ein zum zweiten Mal von Jenny Möres vorgetragener Vorschlag, einen kostenlosen Neujahrs- und Karnevalsbus für Jugendliche zu organisieren, stieß beim Bürgermeister auf offene Ohren. Es habe bereits Gespräche mit der TEC gegeben, die Interesse signalisiert habe, doch gelte es, den Bedarf zu prüfen.(arco)


 

 

Grenz-Echo [30.05.2008]

Aus dem Büllinger Gemeinderat

Ortsschilder für Kehr

Der Grenzweiler Kehr erhält Ortsschilder. Der Büllinger Gemeinderat kommt damit dem Wunsch eines Anliegers nach. Zum einen habe die Ortschaft ein Recht darauf, als solche gekennzeichnet zu werden und zum anderen bringe dies eine Tempobeschränkung auf 50 km/h mit sich, meinte Bauschöffe Willy Heinzius.

Allgemeiner Noteinsatzplan

Der Büllinger Gemeinderat nahm am Mittwochabend den allgemeinen Noteinsatzplan der Gemeinde zur Kenntnis. Bürgermeister Friedhelm Wirtz brachte die Hoffnung zum Ausdruck, dass der diese »Bibel« nicht zu oft in die Hand nehme müsse, da sie vor allem im Katastrophenfall zurate gezogen werden müsse. Ratsherr Dieter Fickers schlug in diesem Zusammenhang vor, die Feuerwehrfahrzeuge mit Navigationsgeräten auszustatten.

Lichtkuppeln werden erneuert

Die defekten Lichtkuppeln der Sporthalle Rocherath werden dringlichkeitshalber erneuert. Die Schätzkosten dieser Arbeiten belaufen sich auf 14175 Euro. Die DG übernimmt 60 Prozent der Kosten über den Infrastrukturplan.